Mai 2010 Schafschur
7. April Unsere Schafe sind auf die Weide umgezogen. Damit sie es auch ganz besonders schön haben, hat die ganze Familie einen Schafstall gebaut
Herbst 2009
Das Leineschaf In Deutschland als nahezu ausgestorben muß das Leineschaf alten Typs gelten. Einkreuzungen in der Mitte der 60iger Jahre mit den milchergiebigeren Ostfriesischen Milchschafen und den fleischigeren Texelschafen führten zu einem neuen Typ des Leineschafes. Die heute existierenden etwa 20 Zuchtbetriebe halten ausschließlich dieses 'neue Leineschaf'. Überlebt hat diese Verdrängungskreuzung in Deutschland lediglich eine kleine Zuchtgruppe aus dem Erfurter Zoo sowie wenige Einzeltiere. Der Naturschutzbund Landesverband Sachsen hat eine kleine Zuchtgruppe zur Beweidung extremer Sonderstandorte vom Tierpark Erfurt ausgeliehen und beobachtet deren Eignung aus naturschützerischer Sicht. Die GEH ist bemüht, Restbestände einst nach Polen exportierter Leineschafe zu finden und gegebenenfalls in ein Erhaltungszuchtprogramm zu integrieren. Das 'alte' Leineschaf war bis ins Jahr 1866 als 'Rheinisches Schaf' im Königreich Hannover mit einem Bestand von 17% des Gesamtschafbestandes beteiligt. Sehr früh wurden damals die englischen Schafrassen Leicester und Cotswold zur Verbesserung von Körperform und Fleischertrag in die Zucht aufgenommen. Seit 1906 existiert ein einheitliches Zuchtziel und bereits im Jahr 1937 hatte sich die Population des Leineschafes bis auf über 77 000 Tiere in ganz Deutschland vergrößert. Als Marsch- und Koppelschaf gehörte es zu den robusten und anspruchslosen Landrasseschlägen. Das Zuchtgebiet lag flächendeckend zwischen Göttingen und Hannover, hauptsächlich im Eichsfeld und entlang des Leinetals. Hier beweideten die Herden der Gutsschäfereien die hangigen Hutungen entlang der Ackerbaugebiete. Aus dieser Region läßt sich auch die Bezeichnung Leineschaf ableiten. Das Leineschaf ist ein mittel- bis großrahmiges Schaf, mit weißer, zum Teil rötlich schimmernder Wolle, einem langen, feinen, spärlich behaartem Kopf. Die Ohren sind lang und glatt und hängen leicht abwärts. Der Kopf ist hornlos und unpigmentiert. Das Leineschaf ist frohwüchsig, marschfähig und überzeugt mit vielseitigen Leistungseigenschaften. Weibliche Tiere wiegen zwischen 55 - 65 kg bei einer Widerristhöhe von 70 - 75 cm, die männlichen zwischen 100 - 125 kg bei 80 - 85 cm Höhe. Die Jahreswollmenge erreicht im C-D-Sortiment 3,5 - 4 kg bei den Muttertieren und 6 - 7 kg bei den Böcken. Die Ablammergebnisse bei saisonaler Brunst liegen beim alten Leineschaftyp mit 112 - 130% deutlich niedriger als beim neuen Typ. Die Fleischleistung wird als gut bezeichnet. |